Geht meilenweit:
Bike-Pioner Joe Breeze
liebt lange Wanderungen
in der Natur.

Klassische Moderne oder moderne Klassik: Unter der altertümlichen Haut des Breezer versteckt sich ein hochwertiger Rohrsatz.


Auf Diät: Die ausgefrästen
Bremsgriffhalterungen
bringen einige Gramm
Gewichtsersparnis.


PORTRAIT: JOE BREEZE
 Joe Breeze aus Fairfax/ Kalifornien konstruierte vor 16 Jahren den ersten Mountainbike-Rahmen der Geschichte. Fahrrad-Erfahrungen sammelte der Mountainbike-Pionier bereits in seiner frühen Jugend. Mit 14 Jahren kurbelte er bereits 200-Meilen-Distanzen auf seinem Rennrad herunter. Auf der High-School widmete er sich dann mit Leidenschaft dem Straßenrennsport. Nebenbei belegt er auch noch Kurse in der Metallverarbeitung. Die Begeisterung dafür hat er von seinem Vater, einem ehemaligen Autorennfahrer, geerbt. Zu Hause besitzt sein Vater eine kleine Werkstatt, wo der junge Joe eine Menge übers Schweißen, Fräsen und Drehen lernt. 1974 geht Joe Breeze zu Al Eisentraut, einer nordkalifornischen Rahmenbau-Legende, in die Lehre. Zu dieser Zeit fährt er bereits mit einem alten Schwinn Cruiser durchs Gelände. 1976 entschließt er sich zum Bau eines speziellen Mountainbike-Rahmens, der Cantileverbremsen anstatt der schweren Trommelbremsen besitzt. Damit ist der Grundstein für den Mountainbike-Boom gelegt. Heute fertigt der Altmeister nur noch wenige Bikes in eigener Regie. Die meisten Breezer-Bikes stammen aus Japan, die dort nach Joes Vorgaben gefertigt werden.

DESIGN UND OPTIK:
 Joe Breeze hält nichts von spektakulären Rahmendesigns oder effektheischenden Lackierungen, seine Bikes sollen durch ein schnörkelloses und funktionelles Outfit überzeugen. Sein Motto: "A bike is driven by legs, not by marketing." Breeze sucht bei seinen Bikes einen optimalen Kompromiß aus geringem Gewicht und optimaler Rahmensteifigkeit. Sein Ziel sind sportliche Allroundbikes mit problemlosen Fahreigenschaften, die bergauf wie bergab keine Schwächen zeigen. Dabei vertraut er auf filigrane Stahlrohre, die den Bikes einen hervorragenden Fahrkomfort geben. Auch bei der Lackierung macht sich der Bike-Pionier seine Gedanken: Seine Bikes sind im 30er-Jahre-Stil der Schwinn Cruiser lackiert. Ornamente und dezente Farben geben den Bikes eine nostalgische Optik.

FAHREIGENSCHAFTEN:
 Dem Breezer merkt man die große Erfahrung von Joe Breeze in der Konstruktion von Mountainbikes an. Der Fahrer nimmt auf dem Bike eine sportliche Sitzposition ein, die keinerlei Eingewöhnungszeit erfordert. Das Lenkverhalten ist ebenfalls vollkommen problemlos. Schnelle Richtungswechsel erfordern nur sehr geringe Lenkkräfte, so daß man auch auf schmalen Pfaden sehr schnell unterwegs ist. Der Breezer läuft durch seine ausgewogene Gewichtsverteilung in schnell gefahrenen Kurven weder vorne noch hinten aus dem Ruder. Rasante Abfahrten meistert das Ur-Bike ebenfalls gelassen. Nur in schnellen, welligen Kurven verwindet sich der filigrane Rahmen spürbar. An steilen Anstiegen wirft das Breezer seinen Reiter erst spät ab.

ZIELGRUPPE:
 Wer´s klassisch mag, liegt beim Breezer richtig: Filigrane Stahlrohre mit nostalgischem Lack sorgen für eine dezente, zeitlose Optik. Für den Renneinsatz fast zu schade, optimal aber für anspruchsvolle Freizeit- und Sportbiker.

PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS:
 Gut. Ein klassisch designter, hochwertiger Rahmen, langlebige Komponenten, gute Fahreigenschaften und ein geringes Gewicht sind mit 4500 Mark nicht zu teuer bezahlt.

IMAGE:
 Sehr gut. Das Flair der Gründerzeit verströmt der Breezer schon im Stand. Ein rollendes Stück Bike-Geschichte, an dem man auch nach vielen Jahren seine Freude haben kann. Einziges Manko: kommt nicht vom Urvater persöhnlich, sondern wird in Japan gefertigt.

 TOP   |    HOME   |    US-Special   |    Testberichte   |    Classic Bikes 1