Rahmenbauer Joe Breeze konstruierte vor 13 Jahren den ersten Mountain-Bike-Rahmen der Geschichte. Später entwickelte der Bike-Pionier aus Fairfax eine eigene Alu-Bike-Linie und das legendäre Hite-Rite Sattelverstellsystem.

bike: Wie läuft das Hite-Rite-Geschäft, Joe ?
Breeze: Ich kann mich nicht beklagen. Die Nachfrage ist groß - ich verkaufe 30000 bis 40000 Stück pro Jahr. Die Hauptkunden sind Hobbyfahrer, die den Komfort genießen: Man kann den Sattel schnell und einfach während der Fahrt verstellen und fühlt sich beim Downhill einfach sicherer.
bike: Anfang dieses Jahres hast Du Dein neues Kite-Bike mit X-Rahmen und Kabelverspannung vorgestellt. Möchtest Du das Bike irgendwann in Serie herstellen ?
Breeze: Das ist im Moment nicht geplant. Das Kite-Bike war ein Versuch - und ich möchte weiter an diesem Konzept arbeiten. Ich bin der Meinung, wir sollten öfter neue Ideen ausprobieren. Innerhalb der nächsten paar Jahre erwarte ich noch einmal extreme Veränderungen im Mountain-Bike-Design - besonders wegen der Federung.
bike: Wie denkst Du über die bisher erhältlichen Federungs- konstruktionen ?

Breeze: Ich glaube, wir sind erst ganz am Anfang der Entwicklung. Die Federungs-Systeme müssen noch leichter werden. Sie sind eine Qual bei steilen Anstiegen. Bergab ist man damit sicher schneller - doch ich meine: Wenn schon federung, dann bitte vorne und hinten.
bike: Und was ist das Rahmenmaterial der Zukunft ?
Breeze: Große Chancen rechne ich mir für Carbon aus. Das Material hat enorme Fähigkeiten, und der Preis wird immer erschwinglicher. Gut im Rennen liegt jedoch nach wie vor auch Aluminium. Der neueste Trend sind konifizierte Alu-Rohre.
bike: Vor kurzem hast Du dich von Deinem Rahmen-Hersteller American getrennt. Läßt Du nun keine Serien-Bikes mehr produzieren ?
Breeze: Doch. Ich habe mir einen Top-Hersteller in Japan gesucht und bringe nächstes Jahr sechs hochwertige Modelle auf den Markt. Es handelt sich um vier muffenlos geschweißte Cro-Moly-Räder, ein Alu-Bike und ein Tandem.

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