Die kalifornische Bike-Schmiede Salsa aus Pataluma ist in Europa eher durch ihre edlen Vorbauten bekannt als durch ihre exklusiven Bikes. Firmenchef Ross Shafer kommt aus der Motorrad-Szene und zählt in Amerika seit 14 Jahren zu den Experten im Bike-Business.

bike: In Deutschland sieht man immer mehr von Deinen Vorbauten, Ross. Wie viele Stück verkaufst Du nach Europa ?
Shafer: Das Vorbau-Geschäft läft sehr gut. Der Verkauf nach Europa und Japan macht etwa 50 Prozent unserer gesamten Produktion aus. Allein nach Deutschland und in die Schweiz haben wir letztes Jahr etwa 1500 Stück verkauft. Für dieses Jahr sehen die Zahlen sogar noch besser aus.
bike: Du entwickelst gerade eine neue Bremse ?
Shafer: Ja, sie ist fast fertig. Das Patent ist bereits angemeldet.
bike: Wie funktioniert sie ?
Shafer: Ich würde sagen, es ist ein Mittelding zwischen einer Cantilever- und einer Seitenzug-Bremse. Sie paßt auf die regulären Cantilever-Anlösockel und hat den Vorteil, daß sie sehr

schmal und niedrig baut. Computertests haben ergeben, daß die Bremsleistung um etwa 20 Prozent besser ist als bei einer normalen Canti-Bremse. Ich schätze, die Bremse kommt Anfang nächsten Jahres auf den Markt.
bike: Hast Du auch auf dem Rahmensektor neue Ideen ? Zum Beispiel ein Salsa-Bike mit Federung ?
Shafer: Mein reguläres Bike wiegt 11,5 Kilogramm, es fährt sich gut und ist angenehm steif. Ich kann eineinhalb Kilogramm Gewicht dranbauen, um etwas bessere Downhill-Eigenschaften zu bekommen - doch dann klettert es nicht mehr so gut. Wo ist da der Vorteil ? Wir sollten nicht vergessen, daß der Fahrer mit seinen Armen und Beinen hervorragend Stöße abfedern kann.

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